DENKE POSITIV UND POSITIVE DINGE WERDEN GESCHEHEN

COVID-19 hat unser aller Leben verändert, eingeschränkt und nichts ist wie es vorher war. So denken die meisten Menschen mit denen man in Kontakt (ich hoffe nur telefonisch) kommt.


Ich denke etwas anders.


Beruflich gesehen ist diese Zeit wohl eine der herausforderndsten aller Zeiten. Viele von uns, vor allem Kleinunternehmer im Dienstleistungssektor stehen vor finanziellen Engpässen und haben Existenzängste, die trotz dem Hilfspaket mehr als begründet sind.


Privat sind wir dazu angehalten uns auf das allerwichtigste zu beschränken, somit sind Treffen mit lieben Freunden, gemeinsame Aktivitäten wie Essen gehen, Billard spielen, abends mit dem Kumpel in einer Kneipe sitzen, der Beautytag mit der besten Freundin oder das tägliche Treffen mit den Kindern auf dem Spielplatz untersagt.


Nun kann man sich Zuhause einsperren, (nein das müssen wir, aus Nächstenliebe und aus Verantwortung zu unseren Mitmenschen) Trübsal blasen und depressiv werden, schwarz malen und raunzen, oder man begreift, dass man diese äußeren Umstände nicht ändern kann, seine persönliche Situation auch nicht, aber man kann seinen Blickwinkel auf die ganze Sache ändern.


Aus der Sicht des kleinen Workaholics der in mir schlummert möchte ich kurz vorweg nehmen, dass auch ich ein Kleinunternehmen im Dienstleistungsbereich führe. Ein im Moment noch 1FrauUnternehmen. Der erste Gedanke war: Ich kann meine Kunden nicht mehr trainieren. Der zweite Gedanke war: ich möchte meine Kunden aber trainieren.

Der dritte Gedanke: Was muss ich tun, damit ich meine Kunden trainieren und weiterhin betreuen kann. Und schon habe ich einige Ideen im Kopf gehabt und begonnen miteinander zu verknüpfen und ich habe begonnen zu TUN!


Dank unserer modernen Welt und des Internets stehen uns so viele Möglichkeiten offen: PODCASTS, YouTube Kanäle, Webseiten, Webshops, Instagram & Co.


In meinem Bekanntenkreis befinden sich viele Selbstständige aus fast allen Branchen.


Auch aus der Gastronomie und auch hier gibt es in der jetztigen Situation Möglichkeiten weiterhin selbstständig und aktiv tätig zu sein, man muss nur einen richtigen Weg finden. Ob man jetzt einen Zustelldienst anbietet oder Onlinekochkurse oder Ähnliches anbietet, es gibt eine Lösung.


Und was mache ich als Nageldesigner? Hat mich meine Freundin gefragt. Ich habe ihr geraten über den Tellerrand zu blicken. Die Menschen sind nun angehalten selbstständig ihre Nägel zu machen. Aber wie geht das? Dann zeig es ihnen. Auch hier kann man Onlinekurse anbieten, Tutorials über die richtige Pflege und Step by Step Anleitungen. Man kann Lacke und Werkzeug zum "Nägelmachen" in einem Onlineshop anbieten.


Dass das WorldWideWeb für viele der Dienstleister unbekanntes Territorium ist und gerade mal benutzt wird um sich über Hashtags und Verlinkungen der begeisterten Kunden zu erfreuen, ist klar und verständlich. Aber in Tagen wie diesen müssen wir lernen unsere Anpassungsfähigkeit und somit auch Kreativität und Lernfähigkeit sinnvoll zu nutzen um finanziell zu überleben.


All die Dinge die man sich jetzt beibringt (Onlinecoaches und Kurse gibt es wie Sand am Meer) sind nicht nur für die derzeitige Situation hilfreich und gewinnbringend, sondern auch später eine zusätzliche Einnahmequelle.


Daher mein Appell an alle da draussen: Seid kreativ, seid wissbegierig und werdet zu Machern! Wie wir alle wissen sind Hilfspakete hilfreich deshalb auch der Name, aber auch dieses Geld muss wieder zurück fliessen wo es hergekommen ist.


Aus privater Sicht.

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Die Tatsache, dass wir an unser geliebtes Zuhause gefesselt sind macht viele unrund, viele erkennen aber auch dass es jede Menge jenseits des gewohnten Alttags zu tun gibt.


Das Traurige an der ganzen Sache ist (Instagram & Co sein dank), dass die Menschen, ja auch liebe Freunde von mir und sogar ich selbst begeistert posten, dass sie mit ihren Mitbewohnern Karten spielen, die Eltern sich mit ihren Kindern spielen, Bücher gelesen werden, ein Spaziergang im Wald gemacht wird, ausgemistet wird, Hobbys nachgegangen wird, selbst gekocht wird. Hallo? Wir tun so als wären das ganz besondere Dinge... aber genauso sollte unser Leben in der Freizeit eigentlich aussehen. Stattdessen verschwenden wir unsere Zeit auf Socialmedia Plattformen und Co. Hier erinnere ich mich gerne an den Artikel den vor einiger Zeit über den Segen und fluch zu gleich geschrieben habe. Worauf ich hinaus will is, dass wir all das was wir gerade in unserer teils unfreiwilligen Freizeit tun, beibehalten sollen. Denn seien wir ehrlich, auch wenn die Entwicklung des Corona Viruses noch so erschreckend ist, umso schöner ist es zu beobachten wie Familien wieder zusammenwachsen (okay wahrscheinlich gibt es auch welche die sich durch das "Zusammenkleben" streiten, das wären dann die Pärchen die sich im nächsten Urlaub ohnedies getrennt hätten) und wir wieder lernen uns mit "normalen" nicht digitalen Wunderwerken zu beschäftigen.


Also sollte man in jeder unangenehmen, schlimmen oder gar katastrophalen Situation immer auch das Positive suchen, den Blickwinkel ändern. Dass das alles was gerade auf der ganzen Welt geschieht unfassbar und schrecklich ist steht ausser Frage, aber so kann jeder von uns für sich selbst sein Zuhause zu einem Ort machen wo er sich geborgen und wohl fühlt - mit positiver Einstellung und sinnvoller Beschäftigung.


Endlich haben wir Zeit wieder zu uns zu kommen, Ordnung zu schaffen, alte Freunde endlich wieder zu hören, uns aktiv mit unseren Kindern und der Familie zu beschäftigen, unseren Hobbies nachzugehen und etwas für unseren Körper und unser Hirn zu tun.


Ein riesengroßes Dankeschön geht nun aber an unsere Systemerhalter: die Menschen, die es uns ermöglichen zu essen, medizinisch versorgt zu werden, Post zu erhalten, nicht in der Müllhalde zu ersticken, unsere Rohrbrüche oder ähnliches zu reparieren, auf der Strasse acht geben, dass (neue) Regeln eingehalten werden, die Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Rettung, all die Ärzte und Ärztinnen, Pfleger und Innen, die Logistiker, die dafür Sorge tragen, dass alles was wir brauchen auch im Supermarkt, in der Apotheke und in den Drogerien vorhanden ist - ein riesengroßes D A N K E einfach an alle die nun da draussen sind und Tag täglich ihr bestes tun damit es uns gut geht. Damit es uns in dieser schwierigen Phase an nicht fehlt.


Was ihr gerade leistet ist unbezahlbar und deshalb finde ich, dass wir unserer Gesellschaft etwas zurück geben sollten. Es muss nichts Großartiges sein: Ein aufrichtiges "Dankeschön" (bitte ohne Umarmung und Händedruck) ist schon viel wert, zuzuhören wenn sie müde von den Schichtdiensten nachhause kommen und da zu sein wenn sie uns brauchen - das wäre schon ein guter Anfang.


Ich selbst habe Kunden, die genau in diesen Branchen zuständig sind und versuche für sie da zu sein, nicht als Trainerin, sondern als Freundin.


In diesem Sinne - einen schönen Abend oder Tag - ich weiss nicht wann ihr das lest, denkt positiv und seid dankbar, seid konsequent und haltet euch an unser "Ausgehverbot". Schützt unsere "Bestagers" - also Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern und all die älteren Leute und immungeschwächten Menschen, die uns allen am Herzen liegen.


Seht lieber die neuen Möglichkeiten, die uns diese Zeit bringt. Findet neue Wege. Kehrt zu "altertümlichen" Ritualen wie einem gemeinsamen Mittagessen und Spieleabenden zurück.


Alles Liebe Eure Jenny


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